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Artikel - Wie Systemhäuser mit Open-Source-Software Geld verdienen können (IT-BUSINESS 01/09)

Zahlreiche Systemhäuser beweisen seit Jahren mit großem Erfolg, dass sich mit Open-Source-Software gutes Geld verdienen lässt – über umfassende Service- und Beratungsleistungen, trotz des »Kostenlos«-Images. Wie das funktioniert, erläuterten im Rahmen des IT-BUSINESS-Roundtables: die Systemhaus-Vertreter Thomas Merz, Vorstandsvorsitzender von ATIX, und Daniel Braunsdorf, Geschäftsführer von Viada, sowie Rainer Liedtke, Leiter Partner-Channel bei Red Hat, und Alexander Picker, Account Manager Open Source bei Magirus Deutschland.

 

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Die Open-Source-Runde (v.r.o.): Alexander Picker (Magirus), Thomas Merz (ATIX), Daniel Braunsdorf (Viada), Regina Böckle (IT-BUSINESS) und Rainer Liedtke (Red Hat).

 

ITB: Mit ATIX und Viada sind in dieser Runde zwei Systemhauspartner vertreten, die den Mythos, mit Open Source ließe sich kein Geld verdienen, entkräftet haben. Als Sie in dieses Geschäft eingestiegen sind, galt Open Source noch als Geheimtipp unter Techies. Was hat Sie zum Einstieg in dieses Geschäft bewogen und wie sieht die Nachfragesituation seitens des Endkunden aus?

Thomas Merz, Vorstandsvorsitzender der Atix AGMerz: Der Anlass für den Einsteig war bei uns 1995/1996 – also zu einem Zeitpunkt zu dem der Einsatz im geschäftlichen Umfeld noch kein Thema war – das Interesse an der Technologie. Das hat sich über die Zeit hinweg verändert. Denn 1999 und 2000 bereits signalisierten die ersten Unternehmenskunden ihr Interesse daran, Linux kommerziell einzusetzen, insbesondere im Rechenzentrum und im Serverumfeld. Hier setzen wir auch unseren Schwerpunkt. Viele Firmen, die Unix-Lösungen oder kommerzielle Unix-Varianten einsetzen, erkennen zunehmend, dass sie von diesen Unix-Varianten wegkommen müssen, aus unterschiedlichen Gründen. Beispielsweise weil HP sein Unix Tru64 für 2012/2013 abgekündigt hat, zusammen mit dem Service für die eingestellte Alpha-Server-Plattform (Details siehe hier). Deshalb suchen Firmen nach einem Ersatz mit technisch adäquaten Leistungsmöglichkeiten mit ähnlichem Look and Feel, so dass sich weder Administratoren umgewöhnen noch Prozesse verändert werden müssen. Aus dieser Richtung kommt ein Großteil der Nachfrage. Hier bietet sich Linux an, zumal Linux auf Standard-Hardware-Infrastruktur lauffähig ist – im Gegensatz zu proprietären Unix-Lösungen. Diese Anwender setzen vor allem im Datencenter-Backend auf Linux-Services.

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